Jaromir Jurak

Dieses Buch ist ein Ort des Gedenkens an Jaro.

Dies ist eine Einladung und Wunsch, hier deine Gedanken, Worte und Erinnerungen an Jaro zu teilen. Vielleicht ist es eine kleine Geschichte, an die du dich besonders gern erinnerst – lustig, traurig oder einfach berührend. Vielleicht ist es ein Satz, der dir von ihm im Gedächtnis geblieben ist. Oder ein Moment, in dem du gespürt hast, wie besonders er war.

An seinem Geburtstag, Todestag oder Namenstag können wir in diesen Seiten blättern und uns seiner erinnern. Vielleicht entdecken wir sogar Neues über ihn – Dinge, die wir noch nicht wussten oder vergessen hätten.

Danke, dass du Dir die Zeit nimmst, etwas von dem zu teilen, was Jaro für dich bedeutet hat.


This book is a place of remembrance for Jaro.

It is an invitation and a wish for you to share your thoughts, words, and memories of Jaro here. Perhaps it is a small story you particularly remember—funny, sad, or simply touching. Maybe it is a sentence he said that has stayed with you. Or a moment when you felt how special he was.

On his birthday, death anniversary, or name day, we can turn these pages and remember him. Perhaps we will even discover something new about him—things we did not know or would have forgotten.

Thank you for taking the time to share something of what Jaro meant to you.


Táto kniha je miestom spomienky na Jara.

Je to pozvanie a prianie, aby ste tu zdieľali svoje myšlienky, slová a spomienky na Jara. Možno je to malý príbeh, na ktorý si obzvlášť radi spomínate – vtipný, smutný alebo jednoducho dojímavý. Možno je to veta, ktorá vám od neho zostala v pamäti. Alebo moment, keď ste cítili, aký výnimočný bol.

V deň jeho narodenín, výročia úmrtia alebo menín môžeme listovať týmito stránkami a spomínať na neho. Možno dokonca objavíme niečo nové o ňom – veci, ktoré sme nevedeli alebo by sme zabudli.

Ďakujeme, že si nájdete čas a zdieľate niečo z toho, čo pre vás Jaro znamenal.

1 Kommentar

  1. MaJu

    Mein Text aus der Trauerfeier:

    Albert Camus hat einmal gesagt: „Man findet keinen Sinn im Leben – man schafft ihn sich, durch das, was man jeden Tag tut.“

    Mein Vater Jaro hat sein Leben nicht einfach gelebt – er hat es gestaltet. Ruhe war für ihn ein Fremdwort. Er war immer in Bewegung, immer beschäftigt, hilfsbereit, immer dabei, etwas zu tun. Und ich gebe zu: Für mich war das nicht immer einfach.
    Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – habe ich unglaublich viel von ihm bekommen.
    Ganz sichtbar heute: die Krawatte, die ich trage. Aber vor allem Dinge, die man nicht sehen kann.
    Er war immer da. Eine wachende Hand über mir. Verlässlich – in einer Art, die man vielleicht erst richtig versteht, wenn man älter wird.

    Im Zuge der Zeit nach seinem Tode haben uns viele Schreiben erreicht, die einen Aspekt besonders hervorhoben, das war sein ganz besonderer Humor. Einer, der nicht laut oder aufgesetzt war, sondern häufig unerwartet kam. Er konnte frech sein, ohne unverschämt zu wirken – und er hat damit nicht nur zum Lachen gebracht, sondern auch Menschen berührt, denen es gerade nicht gut ging und ihnen damit Kraft gegeben.

    Und er hat sich etwas bewahrt, das vielen im Laufe des Lebens verloren geht: den kleinen Jungen in sich.
    Er hat gerne gespielt – Kartenspiele, Brettspiele, und ganz besonders Schach. Dieses Spielerische, diese Freude am Miteinander, hat ihn bis zuletzt begleitet.

    Gleichzeitig war er ein sehr pflichtbewusster Mensch. Manchmal vielleicht sogar mehr, als es nötig gewesen wäre. Oft waren es Pflichten, die vor allem für ihn selbst bestanden – und das hat nicht selten zu Auseinandersetzungen geführt, weil mein Vater auch stur sein konnte.
    Aber genau das alles zusammen hat ihn ausgemacht.
    Und vieles davon lebt in mir weiter.

    Ich hab nach seinem Tode einen Weg gesucht, mit der Situation umzugehen und mich bemüht, ein Lied für ihn zu schreiben. Leider habe ich noch nicht die richtige Musik gefunden, möchte euch aber den Text deswegen vorlesen:
    Das Lied heißt:
    „Wenn das spitzbübische Lächeln verweht“

    Strophe 1
    Er kam aus dem Osten, sein Name war Jaromir,
    Ein Zeugnis im Schuh, sein Ingenieurspapier.
    Kein Geld, nur ein Verlangen nach Glück,
    so schuf er eine Existenz aus Staub, Stück fürs Stück.

    Strophe 2
    Ein Feuer im Herzen, den Blick immer klar,
    ein Dickkopf, der seinem Weg immer treu war.
    Er nahm die Schläge, blieb trotzdem stehen,
    gab nie auf, musste immer weitergehen.

    Refrain
    Und jetzt wird’s still, die Zeit bleibt steh’n,
    Man hört nur noch Erinnerungen weh’n.
    Ich seh dich lächeln, vor dem erschaffenen Heim – doch der Glanz vergeht,
    wenn das spitzbübische Lächeln langsam verweht.

    Strophe 3
    Er fand eine Frau, so stark und schön,
    Manchmal ließ er sie alleine geh’n.
    Doch Liebe bleibt, auch wenn sie brennt,
    sie hielten zueinander, bis zum letzten Moment.

    Strophe 4
    Er stritt mit dem Sohn, mal erbittert, mal hitzig,
    zwei ähnliche Seelen mit zu viel Gewicht.
    Doch tief im Herzen, ohne ein Wort,
    War Liebe da, sie ging nie fort.

    Refrain
    Und jetzt wird’s still, die Zeit bleibt steh’n,
    Man hört nur noch Erinnerungen weh’n.
    Ich seh dich lächeln, vor dem erschaffenen Heim – doch der Glanz vergeht,
    wenn das spitzbübische Lächeln langsam verweht.

    Bridge
    Er lehrte mich Stolz, er zeigte Schmerz,
    Wie man steht, mit gebrochenem Herz.
    Träume sind Arbeit, kein Zufall, kein Glück,
    Du bautest sie auf, Stein um Stein- und so bleibt Dein Erbe zurück.

    Refrain
    Jetzt trag ich dein Feuer, wohin ich geh,
    Dein Blick, dein Trotz, dein stilles Okay.
    Ich seh dich lächeln, doch der Tag vergeht,
    wenn das schelmische Lächeln langsam verweht.
    Und doch bleibt’s hier. in mir, in uns.

    Jaro hätte aber nicht traurig geendet, sondern mit einem Augenzwinkern. Deshalb hier nochmal einer seiner – sehr oft wiederholten – Lieblingswitze:
    Er hat immer gesagt:
    „wenn jemand nicht zu meiner Beerdigung kommt, dann gehe ich auch nicht zu seiner.“

    Ruhe in Frieden Papa

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