Professor Dr. Johannes Helmbrecht

Wir trauern um

Professor Dr. Johannes Helmbrecht

* 14.07.1962    † 05.05.2024

Er hatte den Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft an
der Universität Regensburg seit 2007 inne.

Wir trauern um einen ganz besonderen Menschen, eine Persönlichkeit,

die uns allen Inspiration im Denken und Handeln war.

***

We are mourning the death of 

Professor Dr. Johannes Helmbrecht

* 14.07.1962    † 05.05.2024

Professor Helmbrecht held the Chair of General and Comparative Linguistics since 2007
and was the heart of the department, both professionally and personally.

He was a very special and outstanding person, who was an inspiration for all of us,
both in how to act and how to think. 

 

14 Kommentare

  1. Elisabeth Verhoeven

    Johannes war immer ein besonders interessierter und interessanter Gesprächspartner und ein guter Kollege und Freund. Ich erinnere mich gerne an unsere gemeinsame Zeit in Erfurt. Leider haben wir uns in den letzten Jahren zu selten persönlich getroffen. Ich bin dankbar, dass wir im letzten Jahr noch einmal die Gelegenheit hatten, uns zu sehen und an einem Lieblingsort mit linguistischen Kollegen und Freuden einen sehr schönen Abend verbringen durften. Wir werden Dich vermissen, lieber Johannes!

  2. Christian Lehmann

    Johannes und ich haben uns kennengelernt, als er in Erfurt bei mir Hochschulassistent wurde. In dieser Eigenschaft hat er stets loyal mit mir zusammengearbeitet. Ich hatte die Freude, ihn bei seinem Projekt zur Dokumentation des Hoočank zu unterstützen und mit ihm zusammen zwei Arbeiten zu dieser Sprache zu veröffentlichen, wobei ich vollständig von seinem Sachverstand abhing. Als er dann Professor wurde, ist die Zusammenarbeit nicht abgerissen. Im Gegenteil wurde aus einem akademischen Abhängigkeitsverhältnis eine stabile Freundschaft, in der er mir bei verschiedenen Gelegenheiten geholfen hat. Ich habe selten einen Menschen kennengelernt, der so gleichbleibend freundlich, aufrichtig, zuverlässig und konstruktiv ist. Ich vermisse ihn sehr.

  3. Astrid Ensslin

    In den wenigen persönlichen Gesprächen, die ich mit Herrn Professor Helmbrecht führen durfte, traten stets sein ungeteiltes Interesse an guter Zusammenarbeit und seine unermüdliche Hilfsbereitschaft zutage. Das habe ich an ihm sehr geschätzt, und ich wünschte, es hätten sich mehr Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ergeben. Sein Tod schockiert und betrübt mich, und ich wünsche seiner Familie, die ihm so unglaublich wichtig war, viel Kraft in dieser schwierigen Zeit.

  4. Klaus Silbermann

    Meine Studienzeit liegt schon wieder einige Jahre hinter mir. Ich habe den BA AVS kurz nach der Lehrstuhlübernahme von Herrn Helmbrecht angefangen, so hatte ich da Privileg bei ihm die Einführungskurse zu besuchen. Vermutlich hätte ich das Studium abgebrochen, wäre er nicht gewesen. Er war immer für uns da, wenn wir Fragen hatten und ist uns auf immer
    Augenhöhe begegnet. Herr Helmbrecht hat großen Eindruck bei mir hinterlassen!
    Ich möchte hier einfach nur danke sagen, danke lieber Herr Professor Dr Helmbrecht von Herzen!

  5. Christiane Meierkord

    Leider hatte ich Johannes in den letzten Jahren aus den Augen verloren. Umso mehr hat mich die Nachricht von seinem Tod getroffen. Wir hatten unsere PostDoc Phasen beide in Erfurt verbracht, und ich werde mich immer gerne an unsere gemeinsamen Gespräche erinnern. Ruhe in Frieden, Johannes.

  6. Cat Butz

    Meine Anteilnahme an alle, die ihm nahestanden.

  7. Juliette Huber

    Ich war 4 Jahre lang als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der AVS an der Universität Regensburg. Während dieser Zeit habe ich Johannes als warmherzigen Menschen kennengelernt, dem das Wohlergehen seiner Mitarbeiter/innen ehrlich am Herzen lag. Seine ruhige, freundliche und unaufdringliche Art schätzte ich sehr.
    Die Nachricht von seinem Tod kam völlig überraschend für mich. Ein grosser Verlust nicht nur für seine Familie und Freunde, aber auch für seine Mitarbeiter/innen und Kolleg/innen.

  8. Tina West

    Johannes Helmbrecht war mein Doktorvater und durch seine engagierte und kompetente Unterstützung ein unerlässlicher Teil meiner Arbeit. Ich wünschte, es hätten noch viele Studenten und Doktoranden von seinem Wissen und seiner Leidenschaft für Linguistik profitieren können. Die Nachricht von seinem Tod erschüttert mich, er ist zu früh gegangen. Danke für alles!

  9. Annette Endruschat

    Welch unfassbare und traurige Nachricht! Seit ich sie gestern vernehmen musste, denke ich intensiv an unsere stets harmonische und inspirierende Zusammenarbeit zurück, an gemeinsame Seminare zur Dokumentationslinguistik, unsere International Summer School „Theory and Methods of Language Documentation“ im Jahre 2011, unsere langjährige Kooperation bei der studentischen Betreuung und private Begegnungen – all das ist und bleibt in schöner Erinnerung. Dein weitreichendes Wissen über Sprache(n) hat meinen romanistischen Denkhorizont sehr bereichert. Danke für alles, lieber Johannes!

  10. Stavros Skopeteas

    Ein Riesenverlust – eine äußert traurige Nachricht…

    Johannes war ein wunderbarer Kollege und Freund. Er war nicht nur ein leidenschaftlicher Linguist und ein äußerst kreativer Denker, sondern gewann auch alle durch seine Herzlichkeit, Gesprächsfreude und Hilfsbereitschaft. Die damalige Erfurter Gruppe und ich haben ihm viel zu verdanken, sowohl für die Ideen und Inspiration als auch für die Freundlichkeit, die er immer so gerne mit uns geteilt hat.

    Wir trauern und vermissen ihn sehr und sind gleichzeitig für das Privileg sehr dankbar, mit ihm gearbeitet haben zu dürfen.

  11. Susanne Michaelis

    Ich trauere um einen ungewöhnlichen Kollegen, der mich durch seine einzigartige Mischung von Kompetenz, Freundlichkeit und Bescheidenheit berührt hat. Ich habe Johannes 1995 beim Linguistic Institute in Albuquerque kennengelernt, Martin hat schon den besonderen Ausflug im überdimesionalen Chevrolet erwähnt. Wir haben uns dann immer mal wieder zwischenrein getroffen, bei DGfS-Tagungen oder bei anderen Konferenzen. Immer war Johannes äußerst präsent im Gespräch, seinem Gegenüber zugewandt, interessiert, aber hat sich nie in Selbstdarstellung verloren. Auch ich habe seine innovativen Ideen zur Namensgrammatik aufgegriffen und in den Kreolsprachen bestätigt gesehen. Was für ein Schmerz für unsere Community, diesen wunderbaren Menschen so früh gehen lassen zu müssen. Rest in peace, lieber Johannes!

  12. Martin Haspelmath

    Johannes war ein wunderbarer Kollege, dessen Freundlichkeit und Zuverlässigkeit mich immer beeindruckt hat. Ich habe ihn schon 1995 in Albuquerque kennengelernt, als er mit uns auf den spektakulären Sandia-Berg gefahren ist, mit seinem riesigen weißen Chevrolet, den er aus Chicago mitgebracht hatte. Seine Arbeiten zur Hoochank-Sprache waren einzigartig, und auch zum Thema der Typologie der Namengrammatik hat er in den letzten Jahren bahnbrechend geforscht. Hier ein Blogopost von 2018, wo ich einen seiner Beiträge kommentiert habe: https://dlc.hypotheses.org/1457. Noch im März hatte ich Kontakt mit ihm, als er mir bei einer Begutachtungs-Frage geholfen hat und seinen neuesten Aufsatz mit mir geteilt hat. Es ist schwer zu fassen, dass er nicht mehr unter uns sein soll. Für die Community der Typologie hierzulande und die Siouanistik bleibt eine schmerzhafte Lücke, aber wir werden ihn im ehrenden Gedenken behalten.

  13. Manfred Krifka

    Es erfüllt mich mit Trauer, dass jemand, der so viel zu unserer Wissenschaft beigetragen hat, so früh gehen musste. Ich habe Johannes Helmbrecht zwar nicht gut persönlich gekannt, sein Werk aber immer als inspirierend empfunden.

  14. Michael Cysouw

    Obwohl der Alltag des Unigeschäfts und viel zu wenig zusammengebracht hat, freue ich mich in der schönen Erinnerung eines letzten Treffens vor gar nicht so langer Zeit in Hamburg, wo wir nach vielen Jahren wieder wie früher über gemeinsame Interessen und mögliche Zusammenarbeit geredet haben. Mit dieser schönen Erinnerung an einem so freundlichen und inspirierenden Kollegen nehme ich Abschied. Danke Johannes!

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