Wolfgang Peter Deinhart

Liebe Familie, liebe Freunde,

liebe Trauergemeinde,

 

wir sind heute hier, um Abschied zu nehmen von einem besonderen Menschen, meinem Ehemann, unserem Vater, Opa, Uropa, Wolfgang.

 

Es ist schwer, die passenden Worte zu finden, wenn jemand geht, der so viel gegeben hat. Wolfgang war stark, auf eine leise, unaufdringliche, aber tief wirkende Weise. Er war jemand, der Verantwortung übernommen hat, der anderen half, der für viele ein fester Anker im Leben war.

 

Seine Hilfsbereitschaft war nicht bloß eine Eigenschaft, sie war ein Teil seines Wesens. Ob in der Familie, bei Freunden oder in den Vereinen, in denen er aktiv war. Wolfgang war immer jemand, der mit anpackte, der nicht fragte, ob es sich „lohnt“, sondern einfach half, weil es für ihn selbstverständlich war.

 

Auch seine Wallfahrten nach Marienweiher zeugen von seiner inneren Haltung. Sie waren für ihn mehr als nur Tradition, sie waren Ausdruck seines Glaubens, seiner Dankbarkeit und seiner Hoffnung. Dort fand er Kraft und Ruhe, und vielleicht auch Antworten, die sich mit Worten schwer beschreiben lassen.

 

In den letzten Jahren hatte Wolfgang einen schweren Weg zu gehen. Die Krankheit hat ihn gefordert, körperlich wie seelisch. Und doch: Er hat diesen Weg mit Würde getragen. Mit Geduld, mit Mut, mit erstaunlicher Stärke. Er hat nicht geklagt, sondern angenommen. Oft hat er mehr an andere gedacht als an sich selbst. Diese Zeit hat gezeigt, wie tief seine innere Kraft wirklich war.

 

Als Familie durften wir ihn auf diesem Weg begleiten. Wir haben gelitten, ja. Aber wir haben auch Nähe erlebt, Dankbarkeit, stille Momente, die bleiben. Und wir sind dankbar, dass wir ihn bis zuletzt bei uns hatten.

 

Was von Wolfgang bleibt, ist so viel mehr als der Schmerz über seinen Tod. Es ist seine Art, das Leben zu tragen. Seine Werte. Sein Glaube. Sein unermüdlicher Einsatz für andere. Sein stilles Vorbild.

 

Lieber Wolfgang, lieber Papa, lieber Opa, du hast dein Leben in Würde gelebt und deinen letzten Weg in Tapferkeit gegangen. Du hast Spuren hinterlassen, in unseren Herzen, in unseren Erinnerungen, und in dem, wie wir weiterleben.

 

Wir danken dir, für alles.

 

3 Kommentare

  1. Annamaria und Michael Deinhart

    Mein lieber Bruder Wolfgang! Unvergessen sind die Gespräche und Diskussionen in Wölkendorf oder bei euch zuhause in Burgellern, dort wo wir uns mit der ganzen Familie trafen. Mit viel Herz und Leidenschaft behalte ich dich gut in Erinnerung.

    Es schmerzt mich sehr meinen Bruder verloren zu haben

    Für die Familie:

    Es gibt eine Zeit der Freude,
    eine Zeit der Stille,
    eine Zeit der Schmerzen,
    eine Zeit der Trauer und eine Zeit der dankbaren Erinnerung

  2. Dein Sohn Holger mit Schwiegertochter und den Enkeln Kim und Aleks

    In liebevoller Erinnerung an meinen Vater
    der nach langer, schwerer Krankheit seinen letzten Kampf verloren hat.

    Trotz seiner eigenen Schmerzen trug er still und tapfer auch die Last, dass seine geliebte Frau schwer erkrankte.
    Sein inniger Wunsch, noch einmal seinen Bruder zu besuchen, blieb ihm leider verwehrt – ebenso blieben ihm manche Herzenswünsche unerfüllt.

    Doch bis zuletzt zeigte er Stärke, Geduld und Liebe.
    Wir tragen ihn für immer in unseren Herzen.

    „Wenn die Kraft zu Ende geht, ist Erlösung Gnade.“

  3. Birgit Brändle geb.Deinhart

    auch ich habe meinen Onkel Wolfgang erleben dürfen: als jungen Burschen mit Flausen im Kopf in Stuttgart, als lustigen, lachenden und doch manchmal nachdenklichen Menschen, der hinterfragt hat und doch vieles hingenommen hat. Mein letztes, trauriges, liebevolles Gespräch, als er versucht hat seine Krankheit zu verstehen.
    So werde ich ihn in Erinnerung behalten.
    Birgit

Hinterlassen Sie eine Nachricht im Kondolenzbuch

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert